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William Lilly  - ein berühmter Astrologe

 

Lilly, William (2007): Christliche Astrologie - Buch 1 und Buch 2. Tübingen: Chiron-Verl.; Lilly, William (2008): Christliche Astrologie - Buch 3. Tübingen: Chiron-Verl. – Im Anhang zu Buch 3 schreibt Stiehle zu Leben und Wirken von William Lilly: „Die wenigsten sind sich hierzulande der vollen Bedeutung von William Lilly für die Astrologie bewusst, obwohl er zweifelsohne einer der ganz großen Astrologen war. Zu Lebzeiten spielte er eine sehr wichtige Rolle und er hat uns darüber hinaus ein reiches Schriftum hinterlassen. Geboren wurde er am 01. Mai 1602 in einem Dorf in der Grafschaft Leicestershire als Sohn eines freien Bauern, d.h. sein Vater besaß eigenen Grund und Boden. So gesehen war er im Vergleich zu anderen privilegiert. […] Das Leben von William Lilly ist sehr gut dokumentiert, denn neben seiner anekdotenreichen Autobiographie sind zahlreiche Notizbücher, Briefe und gedruckte Werke von ihm erhalten geblieben. So beschreibt er auch, wie er zur Astrologie kam. […] Lilly nahm Kontakt zu verschiedenen Astrologen wie John Bouker oder Nicholas Fiske auf und begann im Jahre 1635 mit seiner Beratungstätigkeit. […] Er trug eine umfangreiche Bibliothek zusammen. […] Man sollte dabei bedenken, dass das Beschaffen dieser Werke in der damaligen Zeit einen erheblichen Aufwand bedeutete. […] Im Jahre 1642 brach in England der Bürgerkrieg zwischen den Royalisten und den Parlamentariern aus. Die Astrologie sollte dabei eine unerhebliche politische Rolle spielen. In erster Linie auf Seiten der Parlamentarier galt die Astrologie als fortschrittliches bzw. radikales Gedankengut. Zwar waren die politischen Anführer mehr von Gott inspiriert als von der Astrologie, sie erkannten aber schnell den Propagandawert, der in den astrologischen Prognostiken lag. So fand gerade in dieser Zeit der astrologische Almanach eine weite Verbreitung. Lilly unterstützte die Parlamentarier um Cromwell. […] Im Jahre 1644 erschien unter dem Titel „Merlinius Anglicus Junior“ der Almanach von Lilly, der sofort zu einem Beststeller werden sollte. Er prophezeite in mehreren Vorhersagen Siege für die Parlamentarier und sagte vor allem die Niederlage der Royalisten in Naseby vorher, die tatsächlich eintraf. […] Durch seine zutreffenden Vorhersagen wuchs Lillys Ruhm über Nacht und seine weiteren Almanache erfreuten sich einer sehr großen Nachfrage. […] Lilly gewann stetig an Einfluss. So hatte er im Jahre 1643 den Parlamentarier Bulstrode Whitelocke exakt den Verlauf einer Krankheit vorhergesagt, was diesen wiederum tief beeindruckte. […] Lilly hatte die Pestepidemie Londons im Jahre 1684 und die große Feuersbrunst am 02. September 1666 dreizehn Jahre vorher auf das Jahr genau vorhergesagt. […] Lilly hat im Jahr ca. 2.000 Horoskope erstellt. Zu seinen Klienten zählten Menschen aus allen Gesellschaftsschichten, einfache Zimmermädchen, Soldaten, Kaufleute, Aristokraten oder staatliche Würdenträger, ja, selbst der König ließ sich über eine Mittelsperson von ihm beraten.“

 

 

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