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Einleitung Jur.Diss.

Am 12. April 2010 habe ich meine Inauguraldissertation

zur Erlangung des akademischen Grades eines Doktors der Rechtswissenschaften (Dr. jur.) durch die Juristische Fakultät der
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover mit dem Thema:

„Die Astrologische Beratung –
eine Herausforderung für das Recht“

eingereicht.

Hier eine Leseprobe:

 

 

A: Einleitung

 

 

Diese Arbeit setzt ein mit einer Rechtssprechung des OLG Düsseldorf aus dem Jahr 1953, das auf der Rechtsfolgenseite durch die Schuldrechtsreform 2003 inzwischen überholt ist. Nichtsdestotrotz ist die zentrale Aussage des Gerichts für die sogenannte Gegnerszene in Sachen Astrologie repräsentativ. Zentral ist die gerichtliche Behauptung, Astrologie im Sinne einer astrologischen Beratung sei objektiv unmöglich. Hier beginnt die Arbeit, denn solange diese Behauptung nicht widerlegt ist, macht es keinen Sinn, sich mit den schuld- und wettbewerbsrechtlichen Aspekten der astrologischen Beratung in Deutschland auseinander zu setzen.

 

Die Darstellung der Warnung vor Astrologie unter II. durch 192 Naturwissenschaftler ist nicht nur ergänzend gemeint, sondern auch rechtstatsächlich von Belang.

 

Es gibt aber nicht nur Gegner, über die zu berichten wäre.

Die Astrologieorientierung in der westdeutschen Bevölkerung hat stark zugenommen.

 

Der Fernstudiengang des Astrologiezentrums Freiburg wurde zugelassen von der „Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht“ (Köln).

 

 

Astrologie wird als staatlich anerkannter Studiengang in Seattle, USA, eta-bliert.

In Indien wird die Astrologie Studienfach an Universitäten.

Und schließlich veröffentlichte Dr. Elisabeth Teissier (promoviert an der Sorbonne mit einem astrologischen Thema) astrologische Beratungsgespräche mit Präsident Mitterand.

 

In Kapitel III. dieser Einleitung findet sich eine Darstellung des Phänomens Astrologie in der europäischen Kulturgeschichte. Diese Phänomenologie ist rechtstatsächlich aus soziologischen Gründen im Hinblick und in Bezug auf die vorgenannte Rechtssprechung des OLG Düsseldorf relevant. Darauf wird zurück zu kommen sein.

 

Eine weitere Rechtfertigung findet diese Arbeit in der wirtschaftlichen Relevanz der Angebote auf dem Astrologie-Markt in Deutschland. Ein Markt mit einem Umsatzvolumen, das nach Schätzungen 200.000.000 € pro Jahr übersteigt, ist eine volkswirtschaftlich relevante Größe, die der rechtlichen Begleitung bedarf. Die Rechtsordnung ist kein Selbstzweck, sondern muss zur Regelung des Gemeinwesens einen produktiven Beitrag leisten.

 

Die Darstellung der wissenschaftstheoretischen Aspekte der astrologischen Beratung hat mit der Wissenschaftsgläubigkeit des OLG Düsseldorf zu tun.

 

Die wissenschaftstheoretische Infragestellung von universitären Fachdisziplinen wie der Psychoanalyse und der Religionswissenschaft hat evtl. Auswirkungen auf die Ausgrenzungsstrategien gerichtlicher Judikate gegenüber nichtuniversitären Disziplinen.

 

Ich beginne also nun mit der Darstellung der Rechtssprechung des OLG Düsseldorf 1953:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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