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Erfahrungsbericht

Am 12. April 2010 habe ich meine Inauguraldissertation

zur Erlangung des akademischen Grades eines Doktors der Rechtswissenschaften (Dr. jur.) durch die Juristische Fakultät der
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover mit dem Thema:

„Die Astrologische Beratung –
eine Herausforderung für das Recht“

eingereicht.

Hier eine Leseprobe:

 

 

 Ein mir bekannter Rechtsreferendar hat mir für diese Arbeit im März 2010 seine Erfahrungen als Erstberatungsklient zur Verfügung gestellt; hier sein Bericht:

„Meine astrologische Beratung bei Frau Becker-Baumann -

Ich interessierte mich schon seit geraumer Zeit sehr für Astrologie. Der Anlass, sich näher damit zu beschäftigen, hatte darin bestanden, dass ich für eine Bewerbung eine Geburtsurkunde anfordern musste und auf dieser meine Geburtszeit vermerkt war. Ich hatte gehört, dass man mit dieser das Horoskop erstellen konnte und hatte es im Internet ausprobiert. Die dort gespeicherten Deutungstexte passten zwar zum Teil auf mich, waren aber auch aufgrund der Vielzahl schwer miteinander in Einklang zu bringen und ergaben kein Gesamtbild. Ich hatte den Eindruck, dass man für ein solches Gesamtbild doch das Urteil eines Menschen benötigte, der etwas davon versteht, wie man die Widersprüchlichkeiten aufzulösen hat. Daher traf ich die Entscheidung, mein Horoskop von einem professionellen Astrologen deuten zu lassen.

Ich rief bei Frau Becker-Baumann an und bat um einen Termin. Sie teilte mir die Höhe des Honorars mit und sagte, das Gespräch würde circa eineinhalb Stunden dauern. Sie würde es aufzeichnen und mir als CD mitgeben.

Der Termin fand in ihrer Praxis statt. Sie kochte Kaffee und gab mir ein Blatt, auf dem mein Horoskop dargestellt war: einen Kreis, in dem außen die Sternzeichen, innen die Häuser und zwischen beiden die Planeten dargestellt sind. Dann stellte sie das Aufnahmegerät an und begann, mir das Horoskop in den Grundzügen zu erklären. Dabei ging sie zunächst davon aus, dass ich noch nichts über Astrologie wisse. Wir sprachen aber nicht über die Frage, ob und warum Astrologie funktionieren könne; das war für mich auch nicht von Bedeutung, da ich grundsätzlich davon ausging, dass das Horoskop etwas über mich aussagen könnte und einfach interessiert war, was es zu sagen hatte.

Frau Becker-Baumann begann mit dem Aszendenten und sagte, er sei das zunächst das Wichtigste, bezeichne das innere Anliegen. Was sie über den Skorpion-Aszendenten sagte, stimmte sehr mit meiner Person überein, auch die problematischen Seiten. Ich stellte dann gleich eine Frage, die mich schon im Vorfeld die ganze Zeit beschäftigt hatte: Wenn aus dem Horoskop problematische Dinge ersichtlich sind, sollte man dann entweder versuchen, diesen bewusst entgegenzusteuern, oder sollte man gerade umgekehrt aufhören, gegen diese anzukämpfen und sich mit ihnen abfinden? Sie meinte, dass dies eine gute Frage sei, die Antwort war gewissermaßen ja und ja: Es gebe für jeden Aspekt die Möglichkeit, ihn in mehr oder weniger erlöster Form zu leben. Abschaffen könne man ein Prinzip nicht, aber man solle versuchen die positiven Seiten zu leben und sich mit dem Aspekt insgesamt zu beschäftigen und auszusöhnen. Die Frage, wie elegant ein Prinzip gelebt würde, stehe auch nicht im Horoskop. Determiniert sei nur, welche Themen in welchen Bereichen dem Menschen begegnen, nicht aber, mit wie viel Liebe, Bewusstheit, Offenheit dem Prinzip Raum gegeben wird. Man könne also nicht erkennen, ob jemand ein Heiliger oder ein Verbrecher ist, sondern nur, was für eine Art Heiliger bzw. Verbrecher.

Dann sprachen wir über den Stand der Sonne und den des Mondes, auch hier konnte ich mich wieder erkennen. Es war ein ständiges Wechselspiel zwischen ihrer Deutung und meiner Schilderung meines Lebens, die Deutungen konkretisierten sich gewissermaßen, ich konnte immer genauer erkennen wo welches Prinzip am Werke ist.

Interessanter sind letztlich aber wohl die Planetenstellungen, die man bei sich nicht so leicht wieder erkennt, da diese möglicherweise anzeigen, wo etwas unzureichend gelebt wird. Wenn die Schwierigkeiten, mit denen man zu tun hat, zu diesem Prinzip passen, hat man einen Ansatz, an welcher Stelle man positiv zur Lösung beitragen kann, nämlich gerade durch die bewusste Hereinnahme gerade dessen, wofür das Prinzip in seiner unproblematischen Ausprägung auch steht. So wurde es für mich sehr hilfreich, dass Frau
Becker-Baumann feststellte, dass der Mars in seiner Stellung normalerweise eine ganz andere Wirkung habe, als dies in meinem Leben sichtbar sei. Wie sich herausstellte, korrespondierte damit auch ein großes persönliches Thema von mir. Sie erzählte mir dann einiges über den Mars und wie man seiner Energie besser zur Geltung verhelfen könne. Dies hat mich tatsächlich in bisher unbekannte Bereiche geführt, auch wenn sich nach der Beratung mein Interesse an der Astrologie erst einmal wieder legte - ich habe aus diesem Bewusstsein entscheidende Schritte in eine neue Richtung getan.

Die anderen Planeten wurden nicht mehr erörtert, da die Zeit um war. Die Menge an Information genügte auch für den Anfang. Sie brannte mir die CD und wir verabschiedeten uns. Ich habe zwischenzeitlich immer mal wieder in das Gespräch hineingehört und gemerkt, dass sich doch einige Dinge seitdem gewandelt haben. Ich habe mir auch einige Bücher angeschafft und die Bedeutung der übrigen Planeten selbst recherchiert, mit einem viel besseren Verständnis als zu Anfang im Internet, was aber sicher auch an der Güte der Bücher lag. Zurzeit ist meine Neugierde in Bezug auf Astrologie vorläufig befriedigt, ich kann mir aber gut vorstellen, dass ich mich irgendwann wieder damit beschäftigen und vielleicht auch beraten lassen werde, wenn sich die Lebensthemen verändert haben.“

 s. Anhang 10 - Prüfungsordnung des DAV – dort heißt es:

„Eine qualifizierte Beratung sollte folgende Kriterien erfüllen:

Der Berater nimmt dem Klienten keine Entscheidungen ab. Zukünftige Ereignisse werden nicht als unvermeidliche Tatsache oder schicksalhaftes Geschehen dargestellt. Die Beratung sollte ganzheitlich orientiert sein. Der Berater sollte eine Konstellation nie festlegend oder einseitig positiv bzw. negativ beschreiben, sondern in der ganzen Bandbreite ihrer Verwirklichungsmöglichkeit. Weder beeinflusst der Berater den Klienten noch ängstigt er ihn, sondern er versucht, auf der Ebene der astrologischen Symbolik kognitive Prozesse beim Klienten anzuregen. Der Berater sollte sich nicht scheuen, innere Widersprüche und Konfliktthemen des Klienten klar zu benennen und gemeinsam mit ihm Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten, die dessen Entwicklungsspielraum vergrößern. Der Berater bewertet den Lebensstil des Klienten nicht, er akzeptiert und wertschätzt ihn als Individuum und gleichberechtigten Gesprächspartner. Der Berater sollte auch erkennen können, in welchem seelischen Zustand sich der Klient befindet, um sich auf ihn einzustimmen. Der Berater sollte sich seiner eigenen Wertvorstellungen und Grenzen bewusst sein, insbesondere in Bezug auf seine Motivation, seine Verhaltensweisen und seine ethischmoralischen Vorstellungen. Er sollte keine Erwartungen an den Klienten haben und nicht dem Drang nachgeben, sein Wissen „an den Mann“ bringen zu wollen. Der Berater sollte dem Wesentlichen nicht ausweichen und auch die Möglichkeit einer evtl. eigenen Fehlsicht seiner Person oder Fehleinschätzung wichtiger Lebensumstände nicht ausschließen und ggf. bereit sein sie zu korrigieren. Der Berater sollte sich verständlich ausdrücken und den Klienten nicht überfordern. Die Beratung sollte dem Klienten Stärken und Herausforderungen gleichermaßen bewusst machen. Werden Fachbegriffe verwendet, so sind diese zu erklären. Der Berater geht auf das Anliegen des Klienten und auf dessen Fragen ein. Er sollte objektiv bleiben und auf den Klienten keinen Druck ausüben. Er holt den Klienten dort ab, wo er sich gerade befindet und sollte gezielt auf Themen eingehen, die nur im Interesse des Klienten sind.

Hilfreich dabei ist, dass der Berater auf die Körpersprache des Klienten achtet und nonverbale und verbale Signale wahrnimmt, sie richtig deutet, bzw. nachfragt und sie in die Beratung mit einbezieht.“

 

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