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Kennedy

John F. Kennedy

geboren: 29. Mai 1917 / 20.00 Uhr GMT (korr. 19.57'49" Uhr)

in Brookline / Massachusetts

 

 

 

John F. Kennedy: "Ich hab ein Rendezvous mit dem Tod..."*

Der schicksalhafte Weg in die Politik  - Die Auswirkungen der Themen des

8. Hauses

 

Bei der Betrachtung von John F. Kennedys (JFK) Radix-Horoskops fällt sofort die Betonung des 3. Quadranten, insbesondere die starke Besetzung des 8.Hauses ins Auge: Sonne im Zeichen Zwillinge und Merkur-Mars-Jupiter als Stellium im Stier in Konjunktion mit der 8. Häuserspitze.

Diese Planetenverteilung weist darauf hin, dass sich JFK mit gemeinsamen Gütern, (geerbten) Finanzen,  sowie mit Tod und Zerstörung aber auch mit der Sexualität, Krisen und Wandlung auseinander zu setzen hatte, denn durch die Stellung der Sonne (Zwillinge) werden u.a. auch Lebensaufgabe und -thema des Horoskop-Eigners (HE) angezeigt. Tatsächlich spielten all diese Bereiche in Kennedys Leben eine entscheidende Rolle.

Die harmonisch aspektierte Sonne zeigt den aufgeschlossenen intellektuellen, wissbegierigen, reisefreudigen, aber auch abwechslungsbedürftigen, etwas oberflächlichen und zwiespältigen Lebenskern von JFK an, für den die Sprache von besonderer Bedeutung war. Sie diente ihm als Rahmen für seine Unternehmungen.

Das Sextil von Sonne und Neptun im 10. Haus verleiht ihm neben einer guten bildhaften Vorstellungskraft Inspiration und die Fähigkeit, seine Ideen praktisch umzusetzen, indem er Geld und Macht bzw. eine einflussreiche gesellschaftliche Stellung erwirbt (NE/SA im 10.Haus) sowie geistigen Tiefblick beweist. Bei seiner Berufswahl spielen intuitive Faktoren eine Rolle (NE in 10). Der harmonisch aspektierte Saturn am MC Krebs zeigt neben den sicheren beruflichen Aufstiegschancen auch den häuslichen Einfluss, insbesondere des Vaters (Saturn), auf JFKs berufliche Laufbahn, der durch Mars Sextil MC noch verstärkt wird: Das Zuhause dient als Ausgangbasis für die Berufstätigkeit. Das Sextil von Saturn zu Jupiter/Merkur  sorgt für seinen unermüdlichen Ehrgeiz, eine angesehene Stellung erreichen zu wollen, in der er seine (politischen) Richtlinien konservativ verfolgen und seinen Verpflichtungen verantwortungsbewusst nachkommen kann. Jupiter im exakten Trigon zum MC verspricht beruflichen Erfolg, öffentliches Ansehen, einen ausgezeichneten Ruf und große Beliebtheit.

Durch das Stellium von Merkur/Mars/Jupiter im Trigon zum Mond in der Jungfrau in Konjunktion mit der 12. Häuserspitze wird "der gute Draht" zum Volk (Mond) offensichtlich. Jupiter Trigon Mond zeigt an, dass sich JFK für eine gute Sache einsetzen wollte, gesunden Menschenverstand (ME/MO) besaß und zu Reichtum (MO/JU) kommen sollte.

Die Merkur/Mars-Konjunktion lässt auf einen scharfen Verstand  und enorme geistige Energie schließen, die in Debatten und in der Freude am Wettstreit freigesetzt wird, sich aber vorwiegend auf praktische Gesichtspunkte (Betonung des Erd-Elementes) konzentriert, was in Kennedys Reden deutlich wurde.

 

Der Einfluss des Vaters auf John F. Kennedys die berufliche Karriere

Kennedys persönlicher Wunsch war es niemals, in die Politik zu gehen. Er wäre lieber Schriftsteller geblieben. Doch als sein älterer Bruder Joseph 1944, der bei der Explosion seines amerikanischen Bombers vor der französischen Küste ums Leben kam (ME/MA im 8. Haus Quadrat UR - weist auf den plötzlichen, bedeutsamen Tod von Geschwistern hin), war John F. Kennedys Schicksal besiegelt, denn sein Vater Joseph Patrick Kennedy (symbolisiert durch SA, Herrscher vom 4. Haus Konjunktion MC) hatte sich in den Kopf gesetzt, dass sein ältester Sohn, an diese Stelle war nun John gerückt,  eine politische Laufbahn einschlagen sollte.

Zu einem Reporter sagte JFK 1957: "Es war wie eine Einberufung. Mein Vater wollte, dass der älteste Sohn in die Politik geht. 'Wollte' ist nicht das richtige Wort. Er verlangte es. Sie kennen doch meinen Vater..."

In der Zeitschrift "McCalls" sagte er im gleichen Jahr: "Aus meiner Familie war mein Bruder Joe die logische Wahl für eine politische Karriere, und wenn er gelebt hätte, so wäre ich weiterhin Schriftsteller geblieben... Wenn ich sterben sollte, würde mein Bruder Bob Senator werden wollen, und wenn ihm etwas zustoßen sollte, würde mein Bruder Teddy an unserer Stelle kandidieren."

 

Die erste Äußerung spiegelt einerseits Kennedys Waage-AC wider, der auf äußere Anpassungsfähigkeit hinweist und Entscheidungen gern anderen - in diesem Fall seinem dominanten Vater - überlässt, kennzeichnen andererseits aber auch die Bedeutung JFKs und seiner Brüder für die Familiendynastie (Betonung des 3. Quadranten). Nicht das Individuum zählte, sondern die Gesamtheit. Da Merkur/Mars/Jupiter im Trigon zum IC stehen (gute Beziehungen zur Familie), wollte JFK sicher im Sinne der Erwartungen seiner Familienangehörigen handeln und ließ sich auf seinen Weg führen.

In der zweiten Bemerkung könnte man Kennedys Intuition und seine Ahnungen, (NE/SO), die Beschäftigung mit Leben und Tod vermuten (ME in 8) sowie seine Akzeptanz von "Stirb und Werde" erkennen.

Sein Leben lang litt JFK unter dem ständigen Kampf mit seinem Bruder Joe (ME/MA-Konjunktion: Auseinandersetzungen mit Geschwistern), der während der Abwesenheit des vielbeschäftigten Vaters die Verantwortung für die jüngeren Geschwister übernahm und vom alten Kennedy zu deren Vorbild erkoren wurde. Für seinen Bruder  wurde Joe in der Kindheit oftmals zur Lebensbedrohung, denn bei der kleinsten Nachlässigkeit wurde John von ihm hart bestraft.

Immer wieder forderte Joe seinen Bruder zu Wettkämpfen heraus, die dieser nie gewinnen konnte, denn der schwächliche John war dem  stärkeren Joe geistig und körperlich unterlegen. Laut Biographie fuhren die beiden Brüder bei einem Fahrradrennen in entgegengesetzten Richtungen ums Haus und prallten zusammen, weil keiner nachgeben wollte. JFK musste blutüberströmt ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Mit Aszendent Waage und MC Krebs war Kennedy sicher kein robuster Typ, zumal die beiden Achsen als auch deren Herrscher Venus und Mond im Quadrat zueinander stehen. Einerseits weist das darauf hin, dass er Probleme bei der Berufswahl hatte; andererseits sind durch das Quadrat von Mond und Venus seelische und gefühlsmäßige Labilität,  emotionale Spannungen, ein Gefühl des Unglücklichseins sowie soziale Schwierigkeiten im häuslichen Bereich angezeigt. Deren Ursachen waren in der frühen Kindheit und in der gefühlsmäßigen Beziehung zur Mutter begründet.

JFK selbst empfand seine Kindheit als bedrückend. Das teilte er nach seiner Heirat einem Reporter mit: er strebe keine große Familie an, da sie "ein Leben wie in einer Anstalt" bedeute, ja, "Kinder in einem Gefängnistrakt".

John F. Kennedy musste gemäß der Familientradition seinem Bruder nacheifern, dieselben Schulen besuchen und die gleichen Leistungen vollbringen wie Joe, wozu er jedoch nicht im Stande war. Mit seinem schwankenden und nicht gerade entschlossenen Waage-AC ging er den Weg des geringsten Widerstandes und folgte der Entscheidung seines Vaters.

Seine spätere Definition von "Glück" beweist, wie sehr JFK das Leistungsstreben seines Vaters verinnerlicht hatte: "Glück ist der volle Gebrauch deiner Kräfte im Streben nach überragenden Leistungen in einem Leben das diesen Kräften Raum bietet." (Zitat)

Dennoch gelang es JFK  nur ein einziges Mal, aus dem Schatten seines Vaters und seines älteren Bruders herauszutreten, nämlich 1940, als er sein Studium mit Auszeichnung beendete und seine Abschlussarbeit als Buch "Why England Slept" veröffentlichte, das ein Bestseller wurde.

 

Begegnungen mit dem Tod

Noch vor dem japanischen Angriff auf Pearl Harbour, der den Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg zur Folge hatte, meldeten sich Joe und John F. Kennedy freiwillig zum Kriegsdienst. Die Unterstützung der Appeasement (Beschwichtigungs)-Politik, die der alte Kennedy stark vertreten hatte, galt jetzt als Feigheit vor dem Feind und hätte einer politischen Karriere seiner Söhne im Wege gestanden.

Als John F. Kennedy für kriegsuntauglich erklärt wurde, ließ Botschafter Kennedy seine Beziehungen spielen und verschaffte seinem Sohn einen Posten beim Nachrichtendienst der Marine (ME/MA/JU in 8) - in dem Glauben, dort könne er eine "ruhige Kugel schieben". Aber die Auslösungen der Themen des 8. Hauses bewirkten etwas anderes:

Aufgrund seines Verhältnisses mit Inga Arvad, einer dänischen Journalistin, die dubiose Beziehungen zu den Nazis unterhielt, galt JFK bald als Sicherheitsrisiko, wurde versetzt und später - wieder mit Hilfe der Beziehungen seines Vaters - Kommandant des Torpedobootes PT 109.

Bei einer Abfangaktion von japanischen Zerstörern wurde Kennedys Boot gerammt und in zwei Teile geschnitten. Das Flugbenzin explodierte, aber die Besatzung konnte sich unter JFKs Führung bis auf zwei Soldaten schwimmend auf kleine Inseln retten.

In dieser Situation begegnete Kennedy zum ersten Mal dem Tod: Er schwamm nachts allein los, um nach Hilfe Ausschau zu halten, wurde von einer Strömung erfasst, verlor das Bewusstsein und wurde gegen ein Riff gespült. Völlig erschöpft kehrte er zu seiner Mannschaft zurück, die nach 6 Tagen von einem australischen "Küstenwächter" gerettet wurde (MA, im 8. Haus stark gestellt, im Quadrat zum Uranus im 5. Haus deutet u. a. einen plötzlichen, gewaltsamen Tod evtl. durch Krieg oder andere Konflikte an).

Bei dieser Aktion setzte Kennedy sein Leben für seine Kameraden aufs Spiel. Durch dieses Schlüsselerlebnis wurde ihm zum einen bewusst, wie nah er dem Tod war, und zum anderen machte er die wichtige Erfahrung, dass er Menschen führen konnte. 1943 wurde er von der Presse zum Kriegshelden erklärt, weil er 10 Soldaten das Leben gerettet hatte. (Der Vater wusste auch dieses Ereignis für die politische Karriere seines Sohnes geschickt auszuschlachten und sorgte dafür, dass John F. Kennedy bis zu den Kongresswahlen 1946 im Gespräch blieb.)

Ein Jahr später, 1944, verlor JFK zuerst seinen Bruders Joe (12.8.) und kurz darauf seinen Schwager Billy Hartington (9.9. / ME/MA im 8. Haus Quadrat UR). Kennedy hatte keine Wahl, nun war er gezwungen, sein Leben der Politik zu widmen. Immer wieder bemühte er sich, den Anforderungen seines Vaters gerecht zu werden, für den die Überlegenheit des ältesten Sohnes durch dessen plötzlichen Tod für immer besiegelt zu sein schien. Deshalb war für JFK klar, dass er nicht nur sein Leben, sondern auch das seines toten Bruders Joe leben musste.

Im Mai 1948 überschattete ein weiterer tragischer Todesfall sein Leben: Kennedy verlor seine Schwester Kathleen beim Absturz eines Privatflugzeugs.

 

Konfrontation mit der eigenen Krankheit

JFK war nie der jugendlich-gesunde Mann, den er als Präsident verkörperte, sondern von Kindheit an kränklich und unsportlich. Doch beide Tatsachen wurden bewusst ignoriert, denn Krankheit und Schwäche passten nicht in die Erfolgsphilosophie der Kennedys; in dieser Familie durfte es keine Verlierer geben. Laut Joseph Kennedy war alles zu erreichen, wenn man es nur richtig anstellte. Aber wenn man sich eine Schwäche eingestehen musste, so durfte diese auf keinen Fall gezeigt werden: "Denk dran, es kommt nicht darauf an, was du bist, sondern wofür dich die Leute halten." Diese, von seinem Vater anerzogene, selbstbetrügerische Einstellung (NE im 10. Haus: Verschleierung der Tatsachen vor der Öffentlichkeit/Gesellschaft) verfehlte ihre Wirkung auf John F. Kennedy nicht: Er litt unter einer angeborenen Rückenschwäche, die in der Öffentlichkeit als Folge eines Football-Unfalls heruntergespielt wurde. Außerdem neigte er zu Allergien, Asthma und periodisch auftretenden Anfällen einer "mysteriösen" Krankheit, die ihn oft ans Bett fesselte und erst 1947 in England als Addison-Krankheit erkannt wurde (eine lebensgefährliche Unterfunktion der Nierennebenrinde, die in Stresssituationen ausgelöst wird und sich in Kräfteverlust, niedrigem Blutdruck, Absinken des Blutzuckerspiegels, Abmagerung und gelblicher Pigmentierung der Haut äußern kann). Neptun, Symbol für schleichende Krankheiten, befindet sich als Herrscher vom
6. Haus im 10.Haus in Konjunktion mit dem starkgestellten Saturn, der auch dem Rücken und den Knochen zugeordnet wird. Außerdem steht der nicht aspektierte Pluto auf der Halbsumme von Sonne/Neptun und weist auf Belastungen durch seelisches oder körperliches Leid, hochgradige Empfindlichkeit und tragische Täuschung hin.

Die Ärzte gaben JFK noch ein Jahr zu leben, denn sie wussten, dass damals 95% aller daran Erkrankten innerhalb von fünf Jahren starben. Nur durch die Behandlung mit Cortico-Steroiden und Cortison wurde bei JFK eine Besserung auf lange Zeit möglich.

Am 21. Oktober 1954 musste sich JFK das erste Mal einer unaufschiebbaren Rücken-Operation unterziehen (MA/JU, als Mitherrscher vom 6. Haus im 8. Haus im Quadrat zu Uranus), da er sich seit dem Frühjahr nur noch mit Hilfe von Krücken fortbewegen konnte. Trotz großer Bedenken wegen der Addison-Krankheit hatten sich die Ärzte zu diesem Eingriff entschlossen, da JFK sonst zum Krüppel geworden wäre. Die Operation verlief erfolgreich, aber es stellten sich postoperative Komplikationen ein. Kennedy fiel in ein Koma und erhielt bereits die Letzte Ölung, doch er starb nicht (sein MO/MA-Trigon kennzeichnet seine Widerstandkraft), sondern erholte sich langsam.

Am 10. Februar 1955 musste er erneut operiert werden. Die zweite Krise - die zweite Letzte Ölung! An diesem Tag bildete der Radix-Merkur ein exaktes Trigon zum AOAC konvers: JFK erholte sich langsam und nahm am 24. Mai 1955 seinen Sitz im Senat wieder ein, auch wenn er weiterhin unter so starken Schmerzen litt, dass er regelmäßig Novocain-Spritzen erhalten musste.

Laut eigener Aussage Kennedys waren die Arzte der Meinung, "er könne bis 45 durchhalten".

Er selbst glaubte fest daran, "ein starker, gesunder Mann zu sein, der nur öfter krank war als andere". Und mit Hilfe seines Trigons von Venus zum Aszendenten fiel es JFK nicht schwer, das auch seiner Umgebung und der Öffentlichkeit weiszumachen. Er zeigte sich immer als freundlicher, zuversichtlicher Mann, der sich nie etwas von seinen Qualen anmerken ließ, trieb Sport und verfolgte hartnäckig sein vom Vater gestecktes Ziel. So fand er die Kraft, den Wettlauf mit der Zeit anzutreten: "Ich hab ein Rendezvous mit dem Tod...."

Als sein Rivale Lyndon B. Johnson 1960 öffentlich etwas von Kennedys Addison-Krankheit verlauten ließ, wurde das von JFK energisch dementiert, denn mit dieser Krankheit hätte er keine Chance gehabt, Präsident zu werden. Kennedy gab nicht auf. Im Alter von 43 Jahren wurde er 35. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Seine Amtszeit sollte kaum mehr als 1000 Tage dauern.

 

2. Gemeinsame Güter und Finanzen

An seinem 21. Geburtstag bekam JFK von seinem Vater ein Treuhandvermögen von
1 Million Dollar geschenkt (MO Trigon JU / 8. Haus deutet u.a. auf Wohlstand durch Erbschaft hin). Kennedy nutzte seinen Reichtum nicht, um ein finanziell unabhängiges, unbeschwertes Leben zu führen. Mit der Sonne im 8. Haus und dessen starker Besetzung wäre das auch nicht ohne weiteres möglich gewesen, da mit dieser Planetenstellung vom HE das Erwerben grundlegender Erfahrungen verlangt wird. Dennoch betrachtete er seinen Reichtum als sicheren Hintergrund für seine Vorhaben. Er brauchte ihn als Voraussetzung für den Genuss der materiellen Bequemlichkeiten sowie der schönen Dinge des Lebens (Jupiter/8. Haus) und traf seine Entscheidungen vorwiegend nach praktischen und finanziellen Gesichtspunkten.

Auch in der Ehe, am 12. September1953 heiratete Kennedy Jacqueline Bouvier, die für ihn aufgrund ihrer Herkunft einen sozialen Aufstieg bedeutete (MO Trigon MA weist darauf hin, dass er eine Partnerin wählt, die „gut“ für ihn ist, und Jupiter in 8 zeigt Vorteile durch eine Heirat an), spielten materielle Werte eine gravierende Rolle:

Der Schwiegervater bot Jackie angeblich 1 Million Dollar, um eine Trennung zwischen ihr und seinem Sohn zu verhindern, nachdem sie 1956 eine Fehlgeburt erlitten hatte und zu ihrer Mutter zurückgezogen war. Eine Scheidung hätte JFK politisch ruiniert. Jackie kehrte zurück, die Ehe schien in der Öffentlichkeit gerettet.

Wieder war es der Einfluss des Vaters, der die gesamte politische Karriere seines Sohnes mit seinem Vermögen manipulierte. (SA/NE in 10) Er finanzierte die Wahlpropaganda, kaufte Stimmen und machte seinen Einfluss überall geltend. 

John und Jackie

Wenn man an dieser Stelle die Horoskope der beiden Ehepartner vergleicht, fällt auf, dass sicher nicht nur gesellschaftliche Faktoren von Bedeutung waren, denn beide Partner haben die Venus im Zeichen Zwillinge, also dieselbe gefühlsmäßige Einstellung. Jackies Jupiter bildet eine Konjunktion mit der Sonne ihres Ehemannes: gemeinsames Eheglück und Verfolgen gleicher, materieller Ziele in der Partnerschaft, unterstützt durch die Konjunktion ME/MA/JU von JFK im 8. Haus mit dem DC und den Mondknoten (karmische Verbindung) im Trigon zum Mars von Jaqueline. Mars Konjunktion Mond weist auf eine starke Anziehung hin, die durch das Quadrat von Mars und Venus verstärkt wird, das jedoch Spannungen hervorruft, da das Sexuelle für einen der Partner im Vordergrund steht. Die SO/ME-Konjunktion der Ehefrau im 10. Haus des Partners in Konjunktion mit dessen SA/NE macht einerseits die Faszination der beiden voneinander, andererseits die Ernsthaftigkeit der Beziehung deutlich und lässt die Bedeutung der Frau für die gesellschaftliche Stellung ihres Mannes erkennen. Durch diese Aspekte sind aber auch Desillusionierung (SO/ME - NE/SA) und Ernüchterung vorprogrammiert. Nicht zu übersehen ist Jackies Pluto im Quadrat auf Johns AC/DC-Achse, durch den es zu Machtkämpfen und Konflikten durch höhere Gewalt kommt.

JFKs Radix-Mond bildet am Tag der Heirat ein exaktes Sextil zum AOAC direkt, was seine seelische Verbundenheit mit Jaqueline deutlich macht. Für JFK wurde Jackie eine echte Stütze, die nicht nur repräsentieren konnte, sondern auch guten Geschmack bewies und für Noblesse im Weißen Haus sorgte. 

 

3. Sexualität und selbstsüchtige Wünsche

JFK hatte nie gelernt, mit Frauen richtig umzugehen. Der Mond im Quadrat zu Venus als Herrscherin vom 8. Haus macht deutlich, dass Kennedy seine Zuneigung wahllos verschenkte und leidenschaftliche amouröse Beziehungen einging, weil die Venus-Energie, seine Vorstellung von Liebe, im Widerspruch zu seinen gefühlsmäßigen Reaktionen steht. Dieser Aspekt spricht für die unausgeglichene Gefühlsbetontheit des von JFK. Situationen, bei denen Liebe im Spiel ist, könnten ihn verwirrt, und sein Verhalten dürfte eheliches Glück verhindert haben. Die Ursachen für seine emotionalen Spannungen sind wahrscheinlich auf die Einstellung der Mutter zum Zeitpunkt seiner Geburt und während seiner frühen Kindheit zurückzuführen. Da die Mutter mit ihrer Rolle als Frau und Mutter scheinbar nicht zufrieden war, musste sich der Sohn später mit seinen eigenen Gefühlen und mit seiner Einstellung zu Frauen auseinandersetzen, die sehr spannungsgeladen war, da er eine unbewusste Ablehnung seiner Mutter gegenüber empfunden haben dürfte und als Erwachsener von Frauen weder Liebe noch Unterstützung erwartete.

Aus Kennedys Biographie geht eindeutig hervor, dass die Hauptsache für ihn die Jagd auf Frauen war. Er hatte aufgrund der Erziehung durch seinen Vater eine geringschätzige Meinung von Frauen und sah diese immer wieder bestätigt, wenn ihm eine Eroberung gelungen war (VE im Trigon zu AC und UR im 5.Haus); anschließend musste er "weiterjagen". Seine Unfähigkeit, eine gefühlstiefe Beziehung einzugehen, konnte er sich selbst nicht erklären.

Das 8. Haus entspricht dem Zeichen Skorpion mit den Regenten Pluto und Mars. Bei JFK befindet sich der Mars im Stier, d.h. er dürfte sich intensiv mit Sexualität und Sinnlichkeit beschäftigt haben. Mars bildet eine Konjunktion mit Merkur und Jupiter an der 8. Häuserspitze, die seine Begierden sowie den ausgeprägten Sexualtrieb verstärkt. Mars Quadrat Uranus (Herrscher des 5. Haus an der Spitze des 5. Hauses Wassermann) verdeutlicht die leichte Erregbarkeit, die Suche nach Abwechslung und Abenteuern sowie die Risikobereitschaft in Liebesbeziehungen.

Kennedys Heirat war  eine Notwendigkeit und für ihn "eine schwierige Angelegenheit", denn JFK war im Senat als "der fröhliche Junggeselle" bekannt, da er festen Bindungen aus dem Wege zu gehen schien, und das war kein Renommee für das Präsidentenamt. (UR in 5 Konjunktion 5. Häuserspitze bedeutet, dass er Schwierigkeiten hat, Verantwortung in Liebesangelegenheiten zu tragen, da er am liebsten frei bleiben möchte und seine Affären genauso schnell beendet wie er sie anknüpft).

Seine Flirts und Affären hörten auch nach seiner Heirat und der Geburt seiner beiden Kinder nicht auf. Sein Hang zu Prostituierten (z.B. Susy Chang, die ihn 1961 fast in den Profumo-Skandal in England hineingezogen hätte) und zwielichtigen Frauen (z.B. Judith Campell, die gleichzeitig Geliebte zweier Mafia-Bosse war) war bezeichnend. (Der nicht-aspektierte Pluto steht auf der Halbsumme  von VE/MC, wodurch seine außergewöhnliche Anziehungskraft und sein eigenartiges Liebesleben zu erklären wäre.)

Aufgrund seines VE-UR-Trigons fiel es ihm nicht schwer, Verbindungen anzuknüpfen und die Wirkung des "schüchternen, hilflosen Jungen"  auf Frauen gezielt einzusetzen, die nicht nur er ausnutzte, sondern die auch seine Wahlmanager bewusst vermarkteten.

Am 27. November 1957 wurde seine Tochter Caroline geboren. Ein wichtiges Ereignis für JFK, der bei der Geburt dabei war. (Der Radix-MA bildete ein exaktes Trigon zum AOAC konvers). Seine Tochter war die einzige, der er sich offen zuwandte, bei der er seinen Gefühlen freien Lauf lassen konnte.

 

Der plötzliche Tod des Präsidenten

Am 22. November 1963 fiel John F. Kennedy im Alter von 46 Jahren einem heimtückischen Attentat in Dallas/Texas zum Opfer.

Bis heute sind dessen Ursachen und Hintergründe nicht geklärt - die wahren Mörder nicht gefasst. Die Wahrheit Über JFKs Tod wird bewusst vertuscht, die Öffentlichkeit weiterhin getäuscht - wie zu Lebzeiten Kennedys.

An dieser Stelle will ich nicht über die wahren Gründe für das Attentats spekulieren, sondern nur darauf hinweisen, dass bei der starken Besetzung des 8. Radix-Hauses mit Merkur, Mars und Jupiter im Stier im Quadrat zu Uranus im 5. Haus Wassermann möglicherweise nicht ausschließlich politische Ursachen für diesen Mord zu suchen sind (Kennedy wollte u. a. den Vietnam-Krieg beenden), sondern auch die Themen des 5. Hauses eine Rolle gespielt haben könnten.

Im Solar 1963 bildete der transitierende Saturn exakte Aspekte: zum Radix-Uranus von JFK im 5. Haus eine Konjunktion, zu seinem Jupiter im 8. Haus ein Quadrat und zum MC ein Quincunx...

Laut Biographie fielen um 12.30 Uhr Ortszeit (CST) sechs Schüsse. Sollte diese Zeit stimmen, befand sich der laufende Saturn am AC im 12. Haus im Quadrat zum Radix-Mars an der 8. Häuserspitze, die wiederum ins 3. Solarhaus fiel.

Um 13 Uhr wurde der Präsident für tot erklärt.

 

 

Quellen:

1. Geburtsdaten John F. Kennedy und Jacqueline Kennedy  

   Archiv Specht

   Attentat - Biographie (siehe unten)

2. "John F. Kennedy" Monografie von Alan Posener

   erschienen 1991 im rororo-Verlag

 

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